Vorsicht bei „outing“

Auch, wenn deine Mitschüler*innen immer wissen wollen, „was“ du bist: Lass dir Zeit, lass dich nicht bedrängen. Keine Schublade muss passen.

Unter den Jungs ist es die Angst „schwuli“ hinterher geschrien zu bekommen, im Gegensatz zu „cool“ und „macho“ sein. Ganz alte ängstliche Verhaltensformen.

Du kannst die Fragen immer weiter treiben, aber keine (falsche) Antwort zu deiner Orientierung festlegen, denn die anderen sind ja auch nur auf der Suche …

Die Begriffe klären

In der Klasse solltet ihr die Begriffe von der Theorie her besprechen, damit ihr versteht, was gemeint sein könnte, euch aber nicht selbst festlegen: Bei Vielen verändert sich die Orientierung im Lauf dieser Jahre, und sie bleibt auch im Leben nicht immer gleich: Wir sind keine genormten Artikel und können uns mehrmals ändern.

Outing sagte man früher – aus dem amerikanischen kommend wie die CSD-Bewegung aus den Aufständen in der Stonewall-Street – zurEntlarvung politisch-verlogener schwulen-feindlicher Schwuler, dann hat sich der Begriff verändert:

Coming out –  aus dem „Schrank“, aus dem Versteck kommen – ist der Begriff für den langen Prozess, seine Freunde, die Familie und später – Vorsicht, viele Berufe sind immer noch gefährdet – seine Kolleg*innen zur eigenen Orientierung und Beziehungsform zu informieren.

Auch, wenn es im Überschwang der Verliebtheit passen mag, Etiketten kleben leider wie dumme Gerüchte viel länger und hinterlassen blöde Ränder, wenn wir uns ändern 😉

Die Gefühle klären

Was du für andere empfindest ist verdammt wichtig: Jetzt und für jeweils ein Zeit, und du wirst bald merken, welche Art von Freundschaften, ob Jungs oder Mädels oder Intersexuelle oder Trans-Denkende, für dich intensiv, wichtig oder dauerhaft sind.

Die Augen suchen

Meistens sind unsere Augen die Schnellsten: Was spricht mich an, bei wem, ist es eine Bewegung, ein Klang, eine Körper-Form?

Das Herz reagiert

Die Unruhe wird zwar meistens im Gehirn wahrgenommen, aber was sagt das Herz? Lass dir Zeit, und lass dich nicht drängen, es dauert, bis die Antwort klar wird.

Den Bauch fragen

Das dauert noch länger, ist aber dafür um so sicherer: Welches Essen passt zu einer guten Frage, wie lange dauert die Antwort?

Eine Übung zu deinem Körper: Frag mal deine Haut, ob sie heute duschen möchte, ob sie Seife, Schampoo oder Creme möchte: Sie antwortet auch nicht in Sekunden, oder?

Wenigstens die evangelische Kirche redet endlich über Homosexualität an Schulen

Bea* ist bisexuell, 15 Jahre alt und wird in der Schule ausgeschlossen. Nachdem NOIZZ den Text „Wieso ich mich als schwuler Mann für meine Sexualität schäme“ veröffentlicht hat, schrieb sie uns eine E-Mail.

Ihre Freunde und Mitschüler würden ihre sexuelle Identität nicht verstehen und deshalb sagen, dass sie nicht bisexuell sei. In der Schule fühle sie sich deshalb nicht gut aufgehoben. Denn auch im Unterricht wird ihre sexuelle Identität nicht thematisiert.

Bea hat mittlerweile Angst, über ihre Bisexualität zu sprechen.

Ihr wird gesagt, dass ihre Empfindungen, ihr Verlangen, nur eine Phase seien. „Händchen halten und Küssen in der Öffentlichkeit – vor allem mit einem Mädchen – machen mir Angst. Vor Gewalt und Verurteilungen“, schreibt sie in ihrer Mail. Sie werde regelmäßig gefragt, ob sie nicht endlich hetero sei.

Nun scheinen die ersten Schulen auf Schüler wie Bea einzugehen. Die Evangelische Schulstiftung zum Beispiel hat in Zusammenarbeit mit der Boston Consulting Group eine Studie veröffentlicht, für die Schülerinnen und Schüler an drei Schulen in Berlin und Brandenburg befragt wurden. In der Umfrage ging es um sexuelle Identitäten, Sexualunterricht und den richtigen Umgang mit Mobbing.

472 Schüler*innen im Alter von zwölf bis 23 Jahren wurden befragt.“ dort weiter:

noch viel zu tun

Eine noch ausstehende Kunst ist die Anleitung von Gruppen, die sich in der Oberstufe selbständig über alle Körper-Entwicklungen und Liebesdinge austauschen lernen, respektvoll und mit forschendem Interesse und wissenschaftlich fundiert:

Es kann nicht sein, dass Studierende in den Hochschulen nie im Leben gelernt haben, sich mit dem eigenen Körper und seinen Funktionen auseinanderzusetzen, dass Regel, Menstruations-Problematiken und Verhütung mangels eigenem Wissen und Wortschatz kaum mit den Ärzten besprochen werden können …

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